Allergene

Pollen
Eine starke allergieauslösende Bedeutung in Deutschland haben die Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern. Dazu zählen Birke, Hasel, Erle, Roggen und Beifuß sowie Ambrosia. Wann die Ausprägung des Pollenfluges am stärksten ist, hängt vom Wetter und der Blütezeit der jeweiligen Pflanze ab. In einem Pollenflugkalender finden Sie Hinweise zu Blütezeiten der gängigsten Allergieauslöser. Durch den Klimawandel kann es hier Abweichungen geben. So können z.B. im November die letzten Gräser- und Brennnesselpollen und im Dezember bereits die ersten Haselnusspollen fliegen.

Hausstaubmilben
Die Hausstaubmilben sind die natürlichen Begleiter in unserer häuslichen Umgebung. Sie sind nicht aufgrund mangelnder Hygiene vorhanden, denn sie ernähren sich von unseren Hautschuppen und Haaren. Sie leben bevorzugt in Matratzen, Teppichen und Polstermöbeln. Allergieauslösend sind nicht die Milben selbst, sondern ihre Ausscheidungen.

Tiere
In Deutschland stellt die „Tierhaarallergie“ nach der Pollen- und Hausstauballergie die dritthäufigste Allergieart dar. Verantwortlich für die allergischen Reaktionen sind dabei jedoch nicht die Tierhaare selbst, sondern vielmehr bestimmte Eiweiße aus Hautschuppen, Speichel, Schweiß oder dem Urin der Tiere. Diese Eiweiße befinden sich auf dem Fell, können aber auch über die Luft verbreitet werden. Am häufigsten wird eine Tierhaarallergie durch Katzen und Hunde ausgelöst.
Kreuzallergien
Weisen zwei Allergene in ihrer Struktur eine große Ähnlichkeit auf, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Allergiker auf beide Stoffe reagieren wird. Von Kreuzallergien sind vor allem Birkenpollenallergiker betroffen.
Besteht also beispielsweise eine Allergie auf Birkenpollen, wird meist auch der Kontakt mit Pollen von Ahorn, Beifuß, Buche, Eiche, Erle, Esche, Hasel und Pappel eine überschießende Immunantwort hervorrufen (vgl. Tabelle I). In einem solchen Fall liegt eine Kreuzallergie hinsichtlich bestimmter Pollen vor.
Häufig treten Kreuzallergien auch zwischen Pollen bestimmter Pflanzen und Lebensmitteln auf, in denen ähnliche Allergene enthalten sind.
Diese pollenassoziierten Lebensmittel-Allergien zeigen sich meist im Erwachsenenalter und dann häufig auf früh blühende Bäume und Sträucher (z.B. Birke, Erle, Hasel).
Menschen, die auf Gräser allergisch reagieren, vertragen meistens auch keine Erdnüsse, Hülsenfrüchte, Getreide- und Sojaprodukte sowie Kartoffeln (vgl. Tabelle II).







