Heutzutage gibt es über die ärztliche Verordnung ebenso wie in der Selbstmedikation viele geeignete Medikamente, um die Beschwerden einer Allergie wie Niesattacken, Juckreiz, Augenbrennen oder tränende Augen zu lindern.
Produkte zur lokalen Behandlung
Zur lokalen Behandlung allergischer Beschwerden (Heuschnupfen, Tierhaar- und Hausstauballergie) im Bereich von Nase und/oder Augen zählen Antihistaminika als Nasensprays oder Augentropfen sowie kortisonhaltige Nasensprays zu den wirksamsten Medikamenten.
Antihistaminika wirken gegen den körpereigenen und allergieauslösenden Botenstoff Histamin. Nasensprays mit Kortison wirken nicht nur antiallergisch, sondern außerdem entzündungshemmend, wodurch auch eine Ausbreitung der Entzündung in die Nasennebenhöhlen verhindert werden kann.
In der Regel wird Ihr Arzt bei akuten oder leichteren Beschwerden zunächst ein lokales Antihistaminikum empfehlen, je nach Allergieart.
Bei stärkeren Beschwerden oder unzureichendem Ansprechen auf lokale Antihistaminika kommen bei allergischen Symptomen der Nase meist kortisonhaltige Nasensprays zur Anwendung. Deren Wirkung beginnt nach etwa 24 Stunden, nach drei bis fünf Tagen stellt sich ihre volle Wirksamkeit ein. Kortisonhaltige Nasensprays sind daher regelmäßig anzuwenden und somit weniger für die akute, bedarfsweise Anwendung geeignet.
Kortisonhaltige Nasensprays lindern allerdings nicht die lästigen Augensymptome. Daher kann es sinnvoll sein, zeitgleich eine Kombination von Augentropfen mit einem Antihistaminikum und ein kortisonhaltiges Nasenspray anzuwenden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.
Produkte zur systemischen Anwendung
Wenn lokal angewendete Antihistaminika, zum Beispiel in Form von Augentropfen oder Nasensprays nicht ausreichend wirksam sind oder die Beschwerden mehrere Organsysteme betreffen, kann die Einnahme eines systemisch wirkenden Antihistaminikums, z.B. in Form von Tabletten, sinnvoll sein. Diese Medikamente werden eingenommen und entfalten ihre Wirkung im gesamten Körper, indem sie die Wirkung von Histamin an den H1-Rezeptoren hemmen.
Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind beispielsweise Loratadin, Cetirizindihydrochlorid oder Desloratadin.





