Allergien bei Kindern
Allergien haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Auch im Kindesalter gehören sie inzwischen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen.
Allergien werden nicht vererbt, aber das Risiko, an einer Allergie zu erkranken, ist zu einem großen Teil erblich bedingt: Immer mehr Kinder werden mit einer erhöhten Anfälligkeit geboren. So liegt das Erkrankungsrisiko eines Säuglings mit einem betroffenen Elternteil bei etwa 20 Prozent, wenn beide Eltern betroffen sind und die gleiche Allergie haben, sogar bei über 30 Prozent.1
Allein mehr als eine Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von Heuschnupfen betroffen, davon mehr Jungen als Mädchen. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter.2
Allergien werden bei Kindern oft nicht sofort erkannt, da die Symptome nicht immer eindeutig von einer Erkältung abzugrenzen sind. Eine Abklärung beim Arzt durch einen Allergietest ist bei Beschwerden, die nicht auf einen direkten Infekt hinweisen, besonders wichtig.
Erst ein Allergietest kann verlässlich aufzeigen, ob eine Allergie vorliegt und wodurch diese ausgelöst wird. Meistens wird ein Pricktest gewählt, bei dem mögliche allergische Reaktionen durch Auftragen von Allergieproben auf der Haut getestet werden.
Frühzeitig behandeln. Verschlechterung vermeiden.
Bleiben allergische Beschwerden der oberen Atemwege, wie Heuschnupfen, längere Zeit unbehandelt, kann es zu einem sogenannten „Etagenwechsel“ kommen, der sich zum allergischen Asthma entwickeln könnte. Man kann nicht sagen, dass es eine festgelegte Zeitspanne gibt, in der sich der Etagenwechsel bei Allergien vollzieht. Bei manchen Allergikern kommt es gar nicht zum Etagenwechsel, bei anderen recht schnell, bei wieder anderen zieht sich dieser Prozess über Monate oder sogar Jahre hin. Wichtig hierbei ist es, die Allergie-Auslöser mit Hilfe eines Facharztes zu identifizieren und eine entsprechende Therapie einzuleiten.3



